Wirtschaft

Unter nachhaltigem Wirtschaften verstehen wir eine Form des Wirtschaftens, die kurz- und langfristig mit sozialen und ökologischen Prämissen übereinstimmt. Wir können und dürfen heute nicht auf Kosten zukünftiger Generationen handeln. So ist jeglicher Entscheid immer kritisch auf dessen ganzheitliche und langfristige Auswirkungen zu prüfen. Dies ist nur möglich, wenn die Nachhaltigkeitsstrategie inhärenter Bestandteil der Geschäfts- und Finanzstrategie ist.

GRI 102-15, 102-46, 201-2

Als Immobilienunternehmen ist Ina Invest in vielfältiger Weise von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren positiv oder negativ betroffen. So können zunehmende Wetterextreme vermehrt Schaden an unseren Immobilien anrichten. Gleichzeitig können neue gesellschaftliche Wohn- und Arbeitsbedürfnisse zur Leerständen führen.

Aus diesem Grund integrieren wir wirtschaftliche, ökologische und soziale Risiken in die geschäftsübergreifende Risikostrategie, die unseren Investitionsentscheiden zugrunde liegt. Die Beurteilung der Risikolage und die Ableitung entsprechender Massnahmen erfolgen jährlich durch den Verwaltungsrat.

 

      Chancen / Risiken Beschreibung Mögliche
Auswirkungen
Wahrschein-lichkeit Kausalität Zeitspanne
Wirtschaftlich          
Umweltsteuern Erhöhung der CO2-Abgabe auf sämtliche Treibstoffe und Erhebung neuer Umweltsteuern. Höherer Anreiz für erneuerbare Energien und Effizienzmassnahmen.
Erhöhter Bedarf an Erhebung von Verbrauchsdaten.
Hoch Direkt Kurzfristig
Subventionen Förderung erneuerbarer Energien und von Gebäudesanierungen. Sinkende Subventionen aufgrund der Umstellung von einem Förder- zu einem Besteuerungsmodell. Mittel Direkt Mittelfristig
Öffentliche Richt-linien und Gesetze Neue Richtlinien zur transparenten Offenlegung von Beschaffungspraktiken. Sinkende Subventionen aufgrund der Umstellung von einem Förder- zu einem Besteuerungsmodell. Hoch Direkt / Indirekt Kurzfristig
Normen und Labels Erhöhung der Grenzwerte für Umweltnormen und Labels und steigende Anforderungen für die Baubewilligung. Grössere Nachfrage nach spezialisiertem Know-How.
Höherer technische Anforderungen an die Projekte.
Hoch Direkt Mittelfristig
Versorgung Verknappung von Rohstoffen führt zu Lieferengpässen, Versorgungsproblemen und steigenden Rohstoffpreisen. Volatile Preisentwicklung von Primärrohstoffen mit Versorgungsengpässen.
Zunehmende Wirtschaftlichkeit von Sekundärrohstoffen.
Hoch Indirekt Langfristig
Ökologisch          
Klima Erhöhung der Treibhausgasemissionen und globale Erderwärmung über 2-Grad-Ziel. Nichteinhaltung des nationalen Absenkpfads für CO2-Emissionen und damit Zunahme an Regulation im Gebäudebereich. Mittel Direkt Langfristig
Extreme Wetter-
ereignisse
Zunahme der extremen Wetterereignisse angekurbelt durch die Erderwärmung (z.B. Stürme, Überschwemmungen, Extremtemperaturen). Schäden an der Infrastruktur aufgrund von extremen Wetterereignissen. Erhöhte Anforderungen an Lüftung, Heizung und Kühlung. Hoch Direkt Mittelfristig
Gesellschaftlich          
Kundenbedürfnisse Steigende Nachfrage nach nachhaltigen und gesunden Produkten und Dienstleistungen. Höhere Anforderungen an die Wahl von Baumaterialien hinsichtlich des Gesundheitsschutzes. Erhöhte Kundenerwartungen an Gebäude und deren Dienstleistungen. Hoch Indirekt Kurzfristig
Soziokulturelle Veränderungen Veränderte Bedürfnisse an das Wohnen und das Arbeitsumfeld. Höhere Anforderungen an die Nutzungsflexibilität von Gebäuden.
Leerstände aufgrund veränderter Bedürfnisse.
Hoch Direkt Kurzfristig

Auf Projektebene erachten wir die prognostizierten anthropogenen klimatischen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte als besonders hohes Risiko. Aus diesem Grund wurde 2021 eine neue interne Direktive zum klimabezogenen Risikomanagement von Immobilien erlassen. Diese Direktive unterscheidet zwischen physischen und transitorischen Klimarisiken und erteilt Vorgaben an die Projektentwicklung, um Immobilien hinsichtlich zukünftiger Klimarisiken resistenter zu machen.  

Die Direktive «Klimabezogenes Risikomanagement» finden Sie in den Downloads.

 

GRI 201-1

Seit der Gründung im März 2020 arbeitet Ina Invest aktiv an ihrer Positionierung, ihrer Marke und ihrer Verankerung im Schweizer Markt. Bereits wenige Monate nach ihrer Gründung konnte Ina Invest einen Gewinn ausweisen. Das Unternehmen steht somit auf einem soliden finanziellen Fundament.

Die nachfolgende Tabelle gibt gemäss den Vorgaben von GRI eine Übersicht über die Wertschöpfung, die Ina Invest seit der Gründung im Jahr 2020 erwirtschaften konnte. Das Unternehmen arbeitet nach dem Konzept der wertorientierten Führung. Ina Invest richtet somit den Fokus nicht nur auf den Ertrag, sondern auch auf den langfristigen Wert des Unternehmens.

 

      TCHF       Erläuterung 01.01.-31.12.2021 01.04.-31.12.2020
  Ertrag aus Vermietung Liegenschaften   2.6 2’772 791
  Ertrag aus Verkauf Promotionsliegenschaften 2.1 17’298 1’399
Übriger direkter betrieblicher Ertrag 2.2 610 -
Betrieblicher Ertrag   20’680 2’190
Gewinn aus Marktwertveränderung Renditeliegenschaften 2.2 19’788 13’198
Verlust aus Marktwertveränderung Renditeliegenschaften 2.2 (3’500) (3’565)
Erfolg aus Marktwertveränderung Renditeliegenschaften   16’288 9’633
Direkter Aufwand für Vermietung Liegenschaften 2.6 (385) (69)
Direkter Aufwand aus Verkauf Promotionsliegenschaften 2.1 (15’449) (1’219)
Übriger direkter betrieblicher Aufwand   (1’508) (808)
Direkter betrieblicher Aufwand   (17’342) (2’096)
Personalaufwand 4.2 (1’452) (789)
Übriger Betriebsaufwand 2.8 (3’805) (3’604)
Betrieblicher Aufwand   (22’599) (6’489)
Betriebsergebnis (EBIT)   14’369 5’334
Finanzaufwand   (195) (736)
Gewinn vor Ertragssteuern   14’174 4’598
Ertragssteuern 4.1 (2’195) (740)
Gewinn   11’979 3’858
- Anteil Aktionäre Ina Invest Holding AG   6’924 1’394
- Anteil Minderheiten   5’055 2’464
Gewinn pro Aktie (EPS) (in CHF) 3.5 0.78 0.19
Verwässerter Gewinn pro Aktie (in CHF) 3.5 0.78 0.19

 

Unser Ziel

Wir führen bei jedem Projekt zum Stand Planung und Entwicklung eine Lebenszykluskosten-Analyse durch und berücksichtigen die daraus gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich langfristiger Wartungs- und Instandsetzungskosten bei unseren Investitionsentscheiden.

 

Ina Invest möchte für die Zukunft bauen und nimmt damit eine langfristige Investitionsperspektive ein. Eine einseitige Betrachtung der Entwicklungs- und Baukosten wäre damit grundlegend falsch. Bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase wird jedes Projekt einer Lebenszykluskosten-Analyse unterzogen. So können unterschiedliche Szenarien simuliert werden, die auf Annahmen über den Kapitalmarktzins, die Teuerung, den Energiepreis sowie die Lebensdauer und den Wartungsaufwand der Bauteile basieren. Auch können wichtige gesellschaftliche, wirtschaftliche und umweltrelevante Entwicklungen vorausschauend einbezogen werden, um die Gebäude für kommende Herausforderungen möglichst fit zu halten.

Im Fokus des Investitionsentscheids steht in erster Linie die Optimierung der Kosten des gesamten Lebenszyklus unter steter Einhaltung unserer hohen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen.

Unser Ziel

Wir erfassen sämtliche Materialien via BIM-Modell und erhalten so den Materialwert unserer Immobilien

 

 

Laufende Verbesserung durch sogenannte «Inavations» – das ist unser Credo. Vom Einsatz neuer, nachhaltiger Baumaterialien über die Entwicklung neuer Vertragsmodelle bis zur Umsetzung kreislauffähiger Konstruktionsverfahren: Wir möchten Innovation innerhalb unseres Portfolios und in der gesamten Bauindustrie fördern. Dazu schaffen wir in einer frühen Entwicklungsphase das Mindset und die Zeit für die Prüfung neuer innovativer Lösungen und arbeiten dazu mit Universitäten und externen Ingenieuren zusammen.

Als wichtigen Innovationstreiber in der Bauindustrie sehen wir die Digitalisierung. So führen wir mit dem Einsatz von «Building Information Modeling», kurz BIM, die gesamte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung eines Bauwerks virtuell zusammen. Die Integration von Material- und Umweltkennzahlen in der Planung und Entwicklung erlaubt es zudem, weitgehende Transparenz über die Bausubstanz und die grauen Emissionen von Bauteilen sicherzustellen und so Optimierungen des CO2-Fussabdrucks eines Gebäudes vorzunehmen. Neue digitale Lösungen werden auch im Betrieb für das Monitoring eingesetzt. Verbrauchsdaten für Energie, Wasser und Abfälle sollen vollautomatisch im Betrieb erhoben und Optimierungspotenziale eruiert werden können.

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